Mit einer Kundgebung zu rechtsradikalen Inhalten und elf Teilnehmer*innen war die Partei „Die Rechte” Südwest bzw. „Kameradschaft Rheinhessen” ausgerechnet am 1. Mai am Wormser Hauptbahnhof präsent. Doch mit ca. 50 antifaschistische Bürger*innen aus Worms und Umgebung protestierten wir spontan in Sicht- und Hörweite der Nazis.
 
Kritik üben wir am nachlässigen Umgang seitens der Stadt Worms mit den Neonazis. So war in der Presse zu lesen, für die Rechtsradikalen hätten strenge Hygienevorschriften sowie eine Maskenpflicht bestanden. Beobachten konnten wir vor Ort hiervon nichts. Unsere Fotos zeigen unter anderem die Neonazis Grabowski und Milennautzki ohne Masken. Ein weiterer Neonazi trägt eine Sturmhaube. Anlass für einen Abbruch der traurigen Veranstaltung hätte damit bestanden.
 
Bezüglich des Naziaufmarsches im Juni erwarten wir von der Stadt ein deutlich strengeres Vorgehen. Nazis stellen bereits ohne Corona eine Gefahr für alle dar, die nicht in ihr rassistisches, sexistisches und antisemitisches Weltbild passen. Wenn diese tatsächlich versuchen sollten durch die Wormser Innenstadt zu marschieren, wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Situation führen, die mit dem Infektionsschutz nicht mehr vereinbaren lässt.
 
Daher fordern wir ein Verbot der Versammlung und kündigen für den Fall ihres Stattfindens massive Gegenproteste an.
 

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